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Erfahrungsbericht Yongnuo YN-622N Funk-/Blitzauslöser mit i-TTL

Yongnuo YN-622N wireless i-TTL Blitzauslöser für Nikon Kamera

In meinem vorherigen Erfahrungsbericht bin ich schon auf die Pixel Rook eingegangen, welche meine ersten Blitz- / Funkauslöser waren und auch super funktionieren. Da die Yongnuo Funkauslöser im Internet sehr stark gehypt werden wollte ich diese auch einmal testen. Die Funkauslöser machen einen guten Eindruck. Sie sind etwas klobiger als die Pixel Rook mit den Abmessungen von ca. 89 x 53 x 39mm und einem Gewicht von ca. 78g (ohne Batterien). Die Yongnuo können mit herkömlichen AA-Batterien betrieben werden, hier nutze ich die Eneloop Akkus, welche auch in meinen Blitzgeräten verwendet werden. Das ist auch ein großer Vorteil, dass in den Yongnuo’s die herkömmlichen AA-Batterien Platz finden. Diese sind in der Regel immer in der Fototasche mit dabei. Auch bei den Yongnuo erfolgt die Steuerung in 3 Gruppen in 7 Kanälen. Die maximale Reichweite wird mit bis zu 100 Meter angegeben, dies habe ich jedoch so noch nicht getestet. Zudem unterstützen die Blitzauslöser das TTL Signal welches über Funk zu den Empfängern übertragen wird. Des weiteren unterstützen die Yongnuo YN-622N* die High-Speed Synchronisation, was leider mit der Nikon D5300* nicht möglich ist. Das eingebaute Fokussier-Hilfslicht ist bei schlechten Lichtsituationen eine gute Hilfe zum fokussieren. Die Yongnuo YN-622N* sind sogenannte Transreceiver, somit kann jedes Teil als Sender sowie Empfänger eingesetzt werden. Bei den Pixel Rook gibt es einen separaten Empfänger und Sender.

Bevor es losgeht müssen folgende Einstellungen getroffen werden:Yongnuo YN-622N wireless i-TTL Blitzauslöser für Nikon Kamera

  1. Zuerst muss der Kommunikationskanal eingestellt werden, dieser wird durch einen Tastendruck auf CH/AF+ eingestellt, wodurch die Kanalanzeige an der linken Seite (C1, C2, C3) das blinken beginnt. Durch mehrmaliges Drücken auf die CH/AF+ Taste kann Kanal 1-7 eingestellt werden (Kanal 1: C1, Kanal 2: C2, Kanal 3: C3, Kanal 4: C1+C2, Kanal 5: C1+C3, Kanal 6: C2+C3, Kanal 7: C1+C2+C3). Diese Einstellung muss bei beiden Transreceiver erfolgen, damit diese im gleichen Kanal funken.
  2. Anschließend kann jedem Transreceiver (Empfänger) eine Gruppe zugeordnet werden. Dies erfolgt mit der GP/MODE Taste. Hier kann zwischen den Gruppen A/B/C ausgewählt werden. Ich habe grundsätzlich meine zwei Blitzgeräte auch in zwei Gruppen aufgeteilt (A / B).
  3. Am Transreceiver, welcher auf der Kamera sitzt muss ebenfalls die Gruppe des Empfängers ausgewählt werden. Um in meinem Fall beide Blitzgeräte anzusteuern muss ich die Gruppe A+B auswählen. Sofern ich einen Blitz komplett vom Lichtset wegnehmen will, kann ich dies bequem von der Kamera aus mit einem Gruppenwechsel auf “A” oder “B” alleine durchführen.
  4. Nun ist noch der entsprechende Modus zu wählen. Hier muss am Sender die Taste GP/Mode solange gedrückt werden, bis die Farbe der Modus-LED (rechts neben dem Blitzschuh) die Farbe ändert (i-TTL = grün, Manuell = orange).

Nun sind Kanal, Gruppe sowie Modus ausgewählt. Anschließend kann es eigentlich schon losgehen. Da der YN-622N* kein Display besitzt muss eine Leistungsregelung über die + und – Taste bei halb gedrückten Auslöser der Kamera erfolgen. Die LED am YN-622 leuchten dann entsprechend auf. Jeder Veränderung wird durch ein Blinken der LED quittiert. Ein einmaliges aufblinken bedeutet eine Veränderung um 1/3 und dreimal aufleuchten bedeutet eine Veränderung um 1/1 Belichtungsstufe. Für diese Leistungsregelung habe ich mir allerdings den YN-622N-TX* zugelegt, welcher als Transmitter dient und ein entsprechendes Display besitzt, wodurch die aktuelle Einstellung immer abgelesen werden kann.

Das eingebaute AF-Hilfslicht kann in Situationen mit wenig Licht sehr Hilfreich sein, vor allem dann wenn auf der Kamera eben kein Blitz sitzt. Die Pixel-Rook besitzen ein solches AF-Hilfslicht leider nicht, was fokussieren im dunkeln etwas schwieriger macht. Das AF-Hilfslicht verhält sich analog dem eines Aufsteckblitzes, so muss der Einzelaufnahmemodus eingestellt sein, da sonst das AF-Hilfslicht nicht aufleuchtet.

Yongnuo YN-622N wireless i-TTL Blitzauslöser für Nikon KameraGadget:

Da die YN-622N* jeder einen vollwertigen Blitzschuh besitzt, können diese so nicht auf ein Stativ aufgeschraubt werden. Hierfür habe ich mir aus dem Internet extra kleine Klemmen besorgt, damit ich die YN-622N samt Blitzgeräte auf einen Stativ aufschrauben kann, da ich derzeit keine echten Lampenstative besitze. Die Klemmen sind aus Aluminium und sehr Robust. Ein lösen der Arretierung ist nicht zu befürchten, sodass die Blitze sehr Stabil auf einem Stativ montiert werden können.

Fazit:

Ich muss sagen, dass ich die Yongnuo YN-622N* mittlerweile ausschließlich für entfesselt Blitzen nutze, da diese zusammen mit dem YN-622N-TX* (Bericht folgt) sehr gut harmonieren. In Sachen Preis-Leistung gibt es meiner Meinung nach derzeit kein besseres Produkt, welches diesen Leistungsumfang wie zum Beispiel das übertragen des TTL-Signals bietet. Ich habe hier die erste Version des YN-622N* getestet, mittlerweile gibt es eine Neuauflage des Funk-/Blitzauslöser mit einer USB-Buchse, sodass über USB die neuste Firmware von Yongnuo aufgespielt werden kann. Ich kann die Yongnuo YN-622N* jedem der entfesselt Blitzen möchte nur wärmstens empfehlen, da auch eine Erweiterung um mehrere Blitzgeräte bzw. Funk-/Blitzauslöser kein Problem darstellt. Lediglich im direkten Vergleich mit den Pixel-Rook wirken die Yongnuo etwas klobig, was jedoch nicht weiter stört. Ich nutze die Yonguo YN-622N derzeit mit zwei Blitzen.

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