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Sigma 18-35mm f/1.8 Art Erfahrungsbericht

Test Sigma 18-35mm Art Nikon

Das Sigma 18-35mm f/1,8 DC HSM Art – Mein Praxistest

Im Jahr 2013 brachte Sigma das 18-35mm Art* für die Anschlüsse Canon, Nikon, Sigma, Sony und Pentax mit einem UVP von 999,00 EUR auf den Markt. Die durchgehende Offenblende von 1.8 gab es zu dieser Zeit bei keinem Zoomobjektiv welches auf dem Markt war. Als Hobbyfotograf schluckt man bei dem aufgerufenen Preis erstmal und ich griff Anfangs zu dem Sigma 17-70mm* als „Immerdrauf“.  Nach gut zwei Jahren Fotografie mit dem Sigma 17-70mm Contemporary* liebäugelte ich immer wieder mit der Anschaffung des Sigma  18-35mm Art*, da ich von diesem Objektiv was die Bildqualität betrifft nur sehr gutes gelesen habe. Im April 2017 war es dann endlich soweit und ich bestellte mir das Sigma 18-35mm Art* für knapp 700 EUR und war gespannt ob es wirklich so gut ist. Mit einem Brennweitenbereich von 18-35m (27-52,5mm KB) würde es mir in der Landschaftsfotografie reichen.

Sigma 18-35mm Art Nikon

In dem von Sigma bekannten schwarz/weißen Karton befand sich nach dem öffnen erstmal der Köcher, welcher einen sehr robusten Eindruck macht und das Objektiv sehr gut schützt. Nachdem ich das Objektiv aus dem Köcher holte offenbart sich erstmal die Größe und das Gewicht des Objektivs. Mit einer Länge von 12,1cm und einem Gewicht von ca. 810g gehört es nicht unbedingt zu den leichtesten Objektiven am Markt – das war mir jedoch vorher schon klar. Wenn ein Objektiv eine solche Leistung abgibt, dann kann es nicht die kompaktesten Abmessungen besitzen. Das Sigma 18-35mm* Art macht durch seine Metallgehäuse und das Metallbajonett einen sehr wertigen Eindruck. Ebenso gefällt mir die neue matte Oberfläche von Sigma, welche die bisherige Samtoberfläche ersetzt hat. Das neue Design lässt sich meiner Meinung nach deutlich besser Reinigen und sieht auch nach ein paar Jahren noch schick aus. Das es sich hier um die Art-Serie von Sigma handelt erkennt man schnell an der silbernen Plakette mit dem „A“. Im weiteren Lieferumfang wird noch eine Gegenlichtblende in Tulpenform, wie wir das von Sigma kennen, mitgeliefert. Zudem sind natürlich noch die Bedingungsanleitung und die Garantiekarte im Lieferumfang enthalten.

Sigma 18-35mm Art NikonIm Vergleich zu meinem bisherigen Sigma 17-70mm Contemporary* (Lest meinen Erfahrungsbericht) ist die Schärfe welche das Objektiv mit sich bringt gigantisch, egal ob bei Blende 1.8 oder 16. Beim Schärfeverlauf zum Rand ergibt sich unter realen Bedingungen keine feststellbaren Qualitätsverluste. Das Sigma 18-35mm* kann hier auch mit den Festbrennweiten mithalten und übertrifft sogar manche davon. Mein Nikkor 40mm micro* (Lest meinen Erfahrungsbericht) nutze ich eigentlich nur noch, sofern die Naheistellgrenze des Sigmas von 28cm nicht mehr ausreicht. Das einzige Manko, welches meiner Meinung nach existiert ist der fehlende Bildstabilisator, welchen ich jedoch nur in wenigen Situationen vermisst habe. Der Fokus ist leise, schnell sowie treffsicher und lässt sich auch manuell übersteuern, ohne dass am Objektiv der Fokus auf „M“ gestellt werden muss. Das manuelle fokussieren gestaltet sich mit dem Objektiv nicht allzu schwer, da der Fokusring sauber und sanft läuft. Was mir besonders gut gefällt ist, dass es sich bei dem Sigma 18-35mm Art* um ein Parfokales Objektiv handelt. Somit gibt es keine Veränderung des Fokus beim Zoomen, da die Frontlinse und somit die Länge des Objektives in jedem Brennweitenbereich identisch bleibt. Daher ist eine präzisere Einstellung der Schärfe möglich, da man die Fokussierung anhand des in der 35mm Stellung vergrößerten Sucherbildes besser beurteilen kann. Die Chromatischen Aberrationen konnte ich nur bei sehr starkem Gegenlicht feststellen und diese lassen sich mit Lightroom sehr einfach entfernen.

Durch die Blende 1.8 sind Freistellungen oder auch Nachtaufnahmen von der Milchstraße ohne größere Probleme möglich. Beim Freistellen muss jedoch ganz genau mit dem Autofokus gearbeitet werden, da der Schärfebereich bei Blende 1.8 doch sehr klein ist. Bei der Milchstraßen Fotografie liegt der Vorteil darin, dass die ISO-Zahl relativ niedrig bleiben kann und das Rauschen somit gering ist.

Nikon D5300 mit dem Sigma 18-35mm ArtWas ich jedoch jedem empfehlen würde der dieses Objektiv kauft, ist auch das Sigma USB-Dock* (Lest meinen Erfahrungsbericht) mit dazu zu kaufen. Eine Feinjustierung des Fokus auf die eigene Kamera halte ich hier für unverzichtbar, da das Objektiv doch mit einem leichten Front- bzw. Backfokus ausgeliefert wird und auch jeder Kamera etwas anders ist. Die Feinjusierung ist zwar etwas mühsam doch sie lohnt sich wie ich finde. Zudem ist ein Firmwareupdate des Objektivs mit dem USB-Dock problemlos möglich, denn auch Objektive sind mittlerweile kleine Computer und brauchen hin und wieder mal ein Firmwareupdate. Ihr könnt dies hier in meinem Erfahrungsbericht über das Sigma USB-Dock nachlesen.

Was mir zudem gut gefällt ist der Durchmesser von 72mm, somit kann ich meine Haida Graufilter* (Lest meinen Erfahrungsbericht) sowie Hoya Polfilter*, welche ich bereits auf dem Sigma 17-70mm* genutzte habe auch hier ohne Einschränkungen verwenden.

Mein Fazit:

Wer etwas mehr ausgeben möchte und kann, dem kann ich das Sigma 18-35mm Art* nur wärmstens empfehlen. Für 700 EUR bekommt man von Sigma ein Qualitatives sehr hochwertiges Objektiv mit einer Schärfe über den gesamten Brennweitenbereich und Blenden welche einer Festbrennweite in der Bildqualität nichts nachsteht. Für meinen Einsatz in der Landschaftsfotografie bin ich von dem Objektiv restlos begeistert. Durch dieses Objektiv merkt man erst was für eine Schärfe die Nikon D5300* darstellen kann. Daher sollte sich auch jeder dessen bewusst sein und nicht an den Objektiven sparen. Durch die Offenblende von gerademal 1.8 habe ich auch kein „ich will haben“ Gefühl mehr für das Vollformat.

Beispielbilder:

Bei den Beispielbildern könnt Ihr euch von der Bildqualität überzeugen. Die Bilder wurden mit der Nikon D5300 aufgenommen.

*) Bei den mit einem Stern (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um externe Partnerlinks. Wenn Ihr über solch einen Link bestellt dann könnt Ihr mich unterstützen. Die Produkte werden dadurch für euch nicht teurer!

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