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NAS WD MyCloud 1 Bay

WD My Cloud Test

NAS WD MyCloud 1 Bay – Erfahrungsbericht

WD My Cloud Vorderseite

WD My Cloud Vorderseite

Die Menge an Fotos welche sich im laufe der Zeit auf der Festplatte ansammeln ben├Âtigen einiges an Speicherplatz. Da ich ├╝berwiegend meine Fotos im RAW-Format fotografiere, ben├Âtige ich hier noch mehr Speicherplatz als wenn ich lediglich im JPG-Format Fotos schie├čen w├╝rde. Ein RAW hat schnell mal das doppelte bis vierfache an Gr├Â├če wie ein JPG. Deshalb sollte bei der Anschaffung einer NAS bedacht werden, dass diese nicht zu gering mit Speicherplatz bemessen sein sollte. Da die WD MyCloud┬á3TB 1 Bay im Angebot war habe ich f├╝r 129,00 EUR (Normalpreis der 2TB-Version) zugeschlagen.

Die Kundenrezession beim gro├čen Versandhaus sind hier doch sehr durchwachsen, somit kam ich ins ├╝berlegen ob eine Synology nicht doch die bessere Wahl gewesen w├Ąre. Ich ben├Âtige die NAS ├╝berwiegend zum sichern meiner Fotos, Dokumente sowie BackUp’s meiner Webseite, also als reines Datengrab.

 

WD My Cloud R├╝ckseite

WD My Cloud R├╝ckseite

Mitgeliefert wird die NAS, Quick-Guide, Netzteil sowie ein entsprechendes Netzwerkkabel. Die WD My Cloud ist recht kompakt (ca. 14cm x 5cm x 17cm) und kann stehend als auch liegend aufgebaut werden. Bei der 1 Bay Version befindet sich auf der R├╝ckseite ein Gigabit-Ethernet-Anschluss (LAN), ein USB 3.0 Anschluss und der Stromanschluss. ├ťber den USB-Anschluss kann der Speicher noch durch externe Festplatten erweitert werden. Das Anschlie├čen der NAS am Strom und Router/Switch erfolgt einfach und intuitiv, erfahrene Benutzer ben├Âtigen hier also den Quick-Guide von WD nicht. Die Western Digital My Cloud bindet sich selbst ├╝ber den Router im Netzwerk ohne weitere Konfiguration ein und k├Ânnte somit sofort genutzt werden. Wenn die Installation ├╝ber das Dashboard bzw. ├╝ber die Installationssoftware von der WD-Webseite durchgef├╝hrt wird, k├Ânnen noch weitere Funktionen wie ein MediaServer, Benutzerverwaltung, Zugriff von mobilen Ger├Ąten, Cloud-Funktion┬áetc. genutzt werden.

 

Sobald die Installation abgeschlossen wurde, ├╝berpr├╝ft das System die Firmware und f├╝hrt ein entsprechendes Update durch. Der derzeitige Versionsstand ist 2.11.140. Bei dieser Firmware gibt es derzeit leider keinen „Herunterfahren“ Button, wodurch die NAS nur ├╝ber die WD-Software „WD Quick View“ durch den PC heruntergefahren werden kann bzw. ├╝ber SSH w├Ąre dies ebenso m├Âglich. Ich nutze ├╝berwiegend die M├Âglichkeit ├╝ber SSH mit dem Befehl „halt“, da dies von jedem PC bzw. auch von Android-Handys mit entsprechender App ausgef├╝hrt werden kann. Das Dashboard wurde ├╝bersichtlich gestaltet und ist somit auch selbsterkl├Ąrend. Um auf das Dashboard zugreifen zu k├Ânnen, ist die IP-Adresse der WD My Cloud in die Browserzeile einzugeben. Ich nutze bei meiner NAS eine statische IP-Adresse, das bietet den Vorteil, dass ich bei einem wechsel des Ports am Switch keine neue IP zugewiesen bekomme.

WD My Cloud Dashboard

WD My Cloud Dashboard

Funktionen wie Cloud habe ich deaktiviert, da ich meine Fotos nur im privaten Netzwerk haben m├Âchte. Wer sich jedoch f├╝r die Cloud-Funktion entscheidet, sollte die Geschwindigkeit seines Internets ber├╝cksichtigen. Sollten gr├Â├čere Dateien ├╝ber das Internet abgerufen werden, kann es schonmal eine Zeit dauern, da hier de Upload-Speed des Internetanschlusses ma├čgeblich ist. Als n├╝tzliche Funktion hat sich das USB-Backup erwiesen. Hier kopiert bzw. synchronisiert die NAS (je nach Einstellung) die Inhalte mit dem USB-Ger├Ąt. Somit k├Ânnen Daten auf die NAS gespeichert werden und bei anstecken eines USB-Ger├Ątes erfolgt eine Synchronisation zwischen NAS und USB-Ger├Ąt. Benachrichtigungen wie z.B. Stromausfall etc. k├Ânnen ├╝ber eMail als auch ├╝ber SMS dem Benutzer mitgeteilt werden, wodurch er auch unterwegs stets ├╝ber den Status seiner NAS informiert wird.

Die Geschwindigkeit empfinde ich, entgegen der gelesenen Rezessionen als sehr gut. Zum synchronisieren meiner Fotos sowie des Lightroom-Katalog nutze ich die Software FreeFileSync. Diese schreibt mit 85-99Mbit/s auf die NAS ├╝ber das private Netzwerk. ├ťber eine reine FTP-Software liegt die Schreibgeschwindigkeit meist bei gerade mal┬áca. 60 Mbit/s. Es ist also auch ma├čgeblich, mit welcher Software auf die NAS geschrieben wird. Da ├╝ber FreeFileSync bzw. auch ├╝ber die normale Windows Kopierfunktion das Maximum eines Gigabit-Netzwerkes mit der WD My Cloud genutzt wird, stellte sich die Frage einer Synology gar nicht mehr. Die WD My Cloud reicht vollkommen f├╝r meine Bed├╝rfnisse als Datengrab aus. Der Medienserver ist bei mir aktiviert wodurch auch am SmartTV die Fotos den Freunden pr├Ąsentiert werden k├Ânnen. ├ťber das SmartPhone kann ebenfalls ├╝ber die MyCloud-App auf die NAS zugegriffen werden, wodurch Bilder rauf- und runtergeladen werden k├Ânnen. F├╝r mich spielt diese Funktion jedoch lediglich eine untergeordnete Rolle.

Aufgrund der einfachen Handhabung der Installation und Konfigurationen ├╝ber das Dashboard, schnellen Schreibgeschwindigkeit und USB-Sicherung, gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung.

Exkurs SSH:

Um SSH der My Cloud nutzen zu k├Ânnen, muss dies im Dashboard (├îP der NAS in den Webbrowser eingeben) ├╝ber Einstellungen > Netzwerk erst eingeschaltet werden. Am PC nutze ich Putty f├╝r die SSH-Befehle und am Android-Handy JuiceSSH.

SSH-Befehle:

Login:
Benutzername: root
Passwort: Festgelegt ├╝ber Einstellungen > Netzwerk > SSH Konfigurieren

Neustarten: reboot
Herunterfahren: halt
Freier Festplattenspeicher = pf

Technische Daten:

Speichergr├Â├če: 3 TB
Ausf├╝hrung: Eine Festplatte
Anschl├╝sse: 1x Ethernet RJ45 100/1000, 1x USB 3.0
RAM: 5120 MB
Schreibgeschwindigkeit: 85-99 Mbit/s

Ma├če:
H├Âhe: 171 mm
Breite: 49 mm
L├Ąnge: 139 mm

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