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Spyder5Pro – Kalibrierung des Monitors

Spyder_5_offen

Farbkalibrierung Spyder5Pro

Spyder5Pro

Spyder5Pro verpackt

Heute war es soweit, das neue Farbkalibrierungsger√§t Spyder5Pro ist mit der Post gekommen. Nach langem √ľberlegen ob es sich f√ľr den Preis lohnt die Monitore zu kalibrieren kaufte ich es schlie√ülich doch. Leider gew√∂hnen sich die Augen an eine falsche Farbwiedergabe und dies merkt man h√§ufig bei der Fotobearbeitung nicht mehr. Viele Hobbyfotografen versuchen ihre Monitore anhand von ausgedruckten Bildern zu kalibrieren. Eine solche Kalibrierung ist jedoch wieder Augenma√ü, ein leichter Rot-/Gr√ľn- oder Blaustich ist somit kaum zu erkennen. Ich habe auch bei der Monitoreinstellung diverse Testbilder runtergeladen und nach diesen den Monitor eingestellt und mit bereits gedruckten Bildern verglichen. Das Ergebnis wie ich daneben lag erfahrt Ihr weiter unten.

 

Spyder5Pro ausgepackt

Nun zur√ľck zu dem Spyder5Pro. Die Lieferung des Spyder5Pro’s erfolgte in einem kleinen wei√üen P√§ckchen. Die Software ist dort nicht enthalten, diese bekommt ihr von einem Link, welcher sich in der Verpackung befindet. Der Softwaredownload geht recht z√ľgig und ist mit ca 70MB nicht allzu gro√ü. Auf dem von Datacolor angegebenen Link findet man auch einen Quick Start Guide sowie ein ausf√ľhrliches Benutzerhandbuch sowie den Support und eine Wissensdatenbank. Nach dem Download der Software erfolgt die Installation und das anschlie√üen des Spyder5Pro √ľber USB. Bevor es losgeht empfiehlt Datacolor den Monitor 30 Minuten warmlaufen zu lassen, damit eine saubere Kalibrierung erfolgen kann. Ich machte vorher Fotos der bisherigen Einstellung, da Datacolor empfiehlt den Monitor auf Werkseinstellung zur√ľckzusetzen. Wenn der Monitor warm ist sowie der Reset durchgef√ľhrt wurde kann es eigentlich schon losgehen. Als erstes muss gew√§hlt werden um welchen Anzeigetyp es sich handelt. Es besteht bei der Pro Version die Auswahl zwischen Desktop und Laptop, in meinem Fall ist es der Desktop. Danach wird die Marke und das Modell des Monitors abgefgragt sowie die Bedienelemente des Monitors (Helligkeit, Kelvin-Voreinstellung, RGB-Schieberegler).

 

Einstellungen Spyder5Pro

Einstellungen Spyder5Pro

Jetzt kann es schon mit der Kalibrierung losgehen. Ab der Pro Version wird das Umgebungslicht mit einbezogen um, eine noch exaktere Farbwiedergabe treffen zu k√∂nnen, auch ist es m√∂glich die Farbtemperatur zu w√§hlen (5000k, 5800k, 6500k). Ich habe mich f√ľr die 6500k entschieden, da ich vorwiegend meine Fotos f√ľr das Internet optimiere. Werden Fotos haupts√§chlich gedruckt, empfiehlt es sich i.d.R. 5000k – 5800k zu nutzen. Bei den Gamma-Werten, welche ebenfalls von 1,8-2,4 ausgew√§hlt werden k√∂nnen, nutze ich 2,2. Anschlie√üend erfolgt eine Messung des Umgebungslichtes durch den Spyder5-Sensor auf der R√ľckseite des Ger√§ts.

Platzierung Spyder5Pro

Platzierung Spyder5Pro

Wenn dies erledigt ist wird man aufgefordert den Schutzdeckel, welcher auch zeitgleich das Gegengewicht ist, abzunehmen und an der daf√ľr vorgesehenen Stelle am Monitor zu platzieren. Jetzt erfolgt die eigentliche Monitorkalibrierung. Nach wenigen Sekunden erfolgt eine Aufforderung die Helligkeit des Monitors anzupassen. In der Regel sind die meisten Monitore zu hell eingestellt, der optimale Wert liegt bei 120cd/m¬≤. Mein LG-Monitor lag hier mit knapp 200cd/m¬≤ weit dar√ľber und wird somit nun auf 17% Helligkeit betrieben um den optimalen Wert zu erreichen. Wenn dies erledigt wurde erfolgt die Messung und Profilierung des Monitors. Das Programm rechnet praktisch die „falsche“-Farbwiedergabe entgegen und schreibt dies in ein Farbprofil, welches dann der Monitor zur Anzeige in Windows etc. verwendet.¬†

 

Vergleich LG & Samsung

Vergleich LG & Samsung

Sobald die Profilierung abgeschlossen ist, kann im Programm ein Vorher/Nachher-Vergleich durchgef√ľhrt werden. Der „AHA!-Effekt“ ist nat√ľrlich gro√ü, da ja der Vergleich mit Werkseinstellung und kalibrierten Einstellungen erfolgt. Deshalb habe ich vorerst einen Reset der Monitore nicht durchgef√ľhrt, um zu sehen, wie weit ich daneben lag. Auf dem Testbild ist ersichtlich, dass der LG einen leichten Rotstich und der Samsung einen Blaustich besa√ü. Deutlicher ist es bei dem weiteren Testbild an den Hautt√∂nen ersichtlich, dass der LG einen Rotstsich aufzeigte.¬†¬†

 

Ich lag also durch eine Kalibrierung anhand von gedruckten Fotos und Referenzbildern bei beiden Monitoren leicht daneben. Eine vern√ľnftige Einstellung des Monitors ohne ein spezielles Ger√§t ist somit nur sehr schwer m√∂glich. Es bleibt also jedem selbst √ľberlassen, ob er einen Monitor kalibrieren m√∂chte oder nicht. Nat√ľrlich sind die meisten Monitore auf denen Bilder im Internet angesehen werden nicht kalibriert.

Vergleich LG

Vergleich LG

Jedoch wird sich dies im Druck dann schon bemerkbar machen, sofern es sich um einen unkalibrierten Monitor handelt. Meine Empfehlung wäre ihn zu kalibrieren um eine getreue Farbwiedergabe zu erzielen, sofern man eine Bildbearbeitung vornehmen möchte.

 

Farbumfang des Monitors

Farbumfang des Monitors

Nach dem Vergleichsbild ist es auch m√∂glich die neuen Monitor-Werte anzeigen zu lassen. Mein LG-Monitor deckt 100% des sRGB-Farbraum und 78% des AdobeRGB-Farbraum ab. Die 78% AdobeRGB sind f√ľr mich eher zweitrangig, da ich in diesem Farbraum nicht unterwegs bin. Dieser ist vor allem f√ľr Grafiker sowie Profi-Fotografen gedacht, die auch die Ger√§te f√ľr den entsprechenden Druck in AdobeRGB besitzen. Was jedoch einen Unterschied ausmacht ist die Darstellung des sRGB-Farbraum. Auch wenn es sich nicht nach viel anh√∂rt ist der Unterschied von 99% sRGB zu 100% sRGB doch bemerkbar und f√§llt in der Bildbetrachtung und -bearbeitung auf.

Generell sollte eine Re-Kalibrierung alle 2-4 Wochen vorgenommen werden, da sich im Laufe der Zeit die Farben des Monitors leicht verändern. Ab der Pro-Version ist eine schnelle Re-Kalibrierung möglich, in der Express-Version muss der komplette Kalibrierungsprozess erneut durchlaufen werden.

Viel spaß beim kalibrieren.

 

 

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